Christkatholische Kirche Basel-Stadt ![]()
3. Jahrgang
Nr. 2, 1. Oktober 2007
Postfach 28, 4004 Basel
Jodlermesse. Wer es noch nie erlebt hat, kann es sich wohl gar nicht richtig vorstellen. Jodeln in der Messe? Das passt doch irgendwie gar nicht zusammen. Und wie es passt!
Am Eidgenössischen Dank- Buss- und Bettag begleitete der Jodlerklub Allschwil die Eucharistiefeier in der Predigerkirche mit Liedern aus der bekannten Jodlermesse von Jost Marty. Die etwa 200 Gottes-dienstbesucherinnen und -besucher erlebten die ungewöhnliche musikalische Begleitung der Messfeier als berührende und für den Bettag schön passende Bereicherung des Gottesdienstes.
Der Jodlerklub Allschwil wurde, wie auf seiner Website zu lesen ist, 1920 gegründet und ist seit 1929 Mitglied des Eidg. Jodler Verbandes. Die Jodlermesse hat er seit 1981 in seinem Repertoire. Seit 1976 stehen die Allschwiler Jodler unter der Leitung von Marianne Smug, die im Klub aktiv mitsingt. Sie ist in Jodlerkreisen als Vorstandsmitglied des Nordwestschweizerischen Jodlerverbandes, als Leiterin von Jodler- und Dirigentenkursen sowie als langjähriges Jurymitglied bekannt. 1995 erhielt sie für ihre Leistungen zusammen mit dem Jodlerklub Allschwil den Kulturpreis der Gemeinde Allschwil.
Kulturbetrieb in der OffenBar. Die OffenBar hat sich als Ort der Begegnung schon ausgezeichnet etabliert. Grossen Anklang findet insbesondere das von Bernhard Affolter moderierte, monatlich einmal stattfinde
nde Kulturprogramm. So liess der Musiker und Komponist Francis Schneider im August gekonnt improvisatorisch Klangbilder von verschiedenen Landschaften in der Schweiz entstehen, und im September entführte die Sängerin Yvette Baum (Bild) die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Liedern aus verschiedenen Kulturen in verschiedene Welten. Und immer ist alles durch die OffenBar-Küche kulinarisch unterlegt.
Und sogeht es weiter: Am 8. November 2007 bieten Gustav Thüring (Gesang) und Christoph Studer (Klavier) deutsche Schlager aus den 20er- und 30er-Jahren dar, und am 6. Dezember 2007 steht die Geschichte „St. Nikolaus in Not“ von Felix Timmermanns auf dem Programm, vorgetragen von Bernhard Affolter und umrahmt durch Flötenmusik von Martin und Cécile Affolter.
Seien Sie herzlich willkommen! Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr; frühzeitiges Erscheinen der Gäste vor Veranstaltungsbeginn fördert das gemütliche Zusammensein bei Speis und Trank und ist auch für das Servicepersonal angenehm.
Pensioniertenausflug in die christkatholischen Reben. Die „Gärten Gottes“ bildeten den Wegweiser für den Pensioniertenausflug vom 5. September, den das regionale Pastoralteam für die Gemeinden Allschwil, Baselland, Birsigtal, Laufen und Basel organisierte. Nebst demBesuch der ausserordentlich schöngelegenen St. Leodegar-Kirche in Möhlin bildeten der Besuch des Magdener Rebbergs mit kundigen Erläuterungen (und praktischer Ergänzung) durch Heinz Dillier (Bild rechts) sowie der Besuch der Stiftskirche Olsberg mit einer detailreichen Präsentation durch Erwin Bürgi (Bild links) Höhepunkte des Tages. Zu Ihrem Rebberg ist die christkatholische Kirchgemeinde Magden eigentlich mehr durch Zufall gelangt. Gemeindemitglied und Sigrist Heinz Dillier pflegt die rund zwei Aren umfassende Pflanzung indes mit höchster Professionalität, und gekeltert wird der Rebensaft von einer bekannten Kellerei im Aargau. Der Ertrag reicht übrigens weit über den Messwein-Bedarf der Kirchgemeinde hinaus – ein guter Tropfen fürwahr!

Jugendfest und Goldfieber. Für die Jugendlichen Christkatholiken aus der ganzen Schweiz war im September auch ein Jugendfest-Wochenende angesagt. Die Disco mit Übernachtung im Berner Kirchgemeindehaus musste vorher allerdings hart verdient werden: Mit Goldschürfen im Napfgebiet. Reich geworfen ist dem Vernehmen nach niemand dabei. Aber ein paar Milligramm Gold haben denn doch alle mit nach Hause getragen. Und das Fest muss nach den begeistert vorgetragenen Berichten einfach toll gewesen sein.
Sommerfest im Garten. Der Sommer war ja scheint’s nicht so gut, aber mit uns hat er es im Widerspruch zu allen meteorologischen Vorhersageversuchen eigentlich gut gemeint. Das galt für den Pensioniertenausflug, die Gemeindereise nach Utrecht und das Sommerfest des Frauenvereins, das im Garten des Formonterhofs in bester Stimmung stattfinden konnte (Bild rechts).
Moment noch. Da war doch die eben erwähnte Gemeindefahrt. Nach Münster in Westfalen und Brügge ging es auf der dritten Reise nun nach Amsterdam und Utrecht. Pfr. Michael Bangert und Diakonin Karin Schaub waren in der Organisation diesmal professionell unterstützt durch Rosmarie Lang. Höhepunkte bildeten der Empfang beim Erzbischof von Utrecht, Joris Vercammen (rechts im Bild im Gemeindezentrum von Utrecht), und die von Pfr. Bangert spannend kommentierten Museumsbesuche. – Bruno Keller hat die Eindrücke in einem seiner berühmten „Instant-Värsli“ verarbeitet, das wir unseren Leserinnen und Lesern wenigstens auszugsweise nicht vorenthalten wollen:
D Gmeind-Reis uf Utrecht stoht under eme guete Stärn,
Denn syt letschter Wuche han y d Holländer eifach gärn.
Stellet euch vor mir hätte gäge Holland miesse verliere
Und nochhär no fünf Däg do miesse umme spaziere!
Also jetzt duets mi überhaupt nit scheniere,
Nach däm zwei-eins z Gänf do umme z flaniere
Aber zrugg zur Gmeind-Reis: am Samschtig der erscht Höhepunkt
Wo der Erzbischof Verkammen zuen ys kunnt…
Der Bsuech im Rijksmuseum dä wirkt -
Das sin Kunschtwärk - nit das neumödisch modärni Gschlirgg
In Den Haag gohts ins Mauritiushuis perse
Dört ka me nomol vyl grossi Kunschtwärk gseh
Vom Rembrandt, Fabritius Holbein,au, der von Veermeer duet nit fähle
Vo ihm d Asicht vo Delft mit em Dächli däm kanarievogelgääle…
Ich kumm zum Schluss und möchti dangge
Nei nit mit Blueme und nit mit Frangge
Der Pfarrer Michael Bangert möchti wirklich lobe
Au wenn sich’s ryme wurdi, kei Wörtli über d Schwobe
Sy Wüsse und syni Erklärige sinn s Beschti, mit Verlaub
Und doderzue ghört sälbverständlich au d Diakonin Karin Schaub.
Au bi der Organisatorin weiss ych, dass ich über kurz oder lang
Wider mit der Rosmarie Lang furt gang.
Im Name vo allne “Congratulation“
Gits zum Schluss e“ Standing Ovation“.