Predigerkirche
 
 
 
 
 
 

Predigerkirche > Dominikanerorden

Dominikanerorden

Die Pfarrkirche der Christkatholischen Gemeinde Basel-Stadt wird traditionell als "Predigerkirche" bezeichnet. Diesen Namen trägt sie, weil sie über lange Zeit das Gotteshaus des Dominikanerkloster war. Unmittelbar an die Kirche schossen sich die Klostergebäude an. Die formelle Bezeichnung des Dominikaner-Ordens lautet: "ordo fratrum Praedicatorum" (Orden der Predigerbrüder). Der Name des Ordens ist in dem "Titel" der Predigerkirche erhalten geblieben.

Der Orden geht auf den Spanier Dominikus (1170-1221) zurück, der ein Leben nach dem Evangelium anstrebte. Dazu gehörten für ihn wesentlich Armut, Verzicht auf äußere Macht und inneres Gebet. Zudem legte er größten Wert auf Bildung und Predigtkompetenz. In einer religiös sehr bewegten Zeit, haben Dominikus und sein Orden, vielen suchenden Menschen Orientierung geben können. Gerade in theologischen Auseinandersetzung mit christlichen Randgruppen erwiesen sich die Dominikaner oft als überzeugende Prediger und Seelsorger. Der Orden hat im europäischen Mittelalter überragende Gestalten wie Albertus Magnus, Katharina von Siena, Thomas von Aquin, Meister Eckhart oder Johannes Tauler hervorgebracht. Dominikanerinnen und Dominikaner haben die Kultur des inneren Betens sehr befördert. Leider ist mit dem Namen des Ordens auch die Durchführung der Inquisition verbunden.

Das Dominikanerkloster in Basel hat einen nicht zu überschätzenden Einfluß auf die Spiritualität, die Bildung und die Geisteshaltung in Basel und am gesamten Oberrhein genommen. Bedeutende Gelehrte (Mediziner, Theologen, Philosophen) und Künstler (Musiker, Buchmaler) haben hier gelebt und gearbeitet. Im Verlauf des Reformkonzils von Basel (1431-1449) haben Kloster und Kirche der Dominikaner eine wichtige Rolle gespielt.

Stellvertretend für viele beeindruckende Persönlichkeiten aus dem Dominikaner-Orden können Sie sich kurz mit Meister Eckhart von Hochheim (ca. 1260-1328) oder Johannes Tauler (1300-1361) vertraut machen. Johannes Tauler hat über mehrere Jahre im Basler Dominkanerkonvent gelebt.
nach oben

Zurück zur vorherigen Seite